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Weg mit der lokalen Konkurrenz! via Google Places

18. September 2011
Ralph Dombach
Schlagworte Tags: konkurrenzKommentare: 3

Wenn der Wettbewerber auf einmal online nicht mehr ist, kann das u.U. mit Google Places zusammenhängen

Konkurrenz ausschalten mit Hilfe von Google Places - wenn der Wettbewerber plötzlich online nicht mehr ist, kann dies u.U. mit einem Googles Places Formular zusammenhängen. Was tun, damit es Dich nicht trifft?

Schön war der Sommerurlaub in Italien, doch leider viel zu kurz. Vielleicht hilft ja gegen die Sehnsucht eine original italienische Pizza! Doch die Enttäuschung  ist groß, der Lieblingsitaliener ist nicht mehr. Google Places sagt:  „Dieser Standort/ Betrieb ist geschlossen“.

Schade, also geht es zwei Straßen weiter, zum nächsten Restaurant! seltsam,  bei der Vorbeifahrt sieht man Gäste auf der Terrasse sitzen und dort in der Ecke, am Pizzaofen,  hält der Küchenchef einen kleinen Plausch mit einem seiner Gäste. Was ist hier los?

Diese Frage stellte auch die New York Times in einem kürzlich erschienen Artikel, denn offensichtlich ist „geschlossen“ nicht unbedingt „geschlossen“.  Des Rätsels Lösung ist eine missbräuchliche Nutzung von Googles Places.

Ein Klick auf die bevorzugte Lokalität blendet Details über das Geschäft ein, z.B.  Adresse und Telefonnummer.

Google Places Fragenkatalog

Unten rechts befindet sich die Schaltfläche <Mehr>. Hinter diesem „Mehr“ verbergen sich Optionen, um beispielsweise einen Kommentar zu schreiben oder ein Problem zu melden.

„Problem“ dient dazu, die Ist-Daten zu pflegen und aktuelle Önderungen in den Datenbestand einfließen zu lassen. So ist es möglich, darauf hinzuweisen, dass der Standort geschlossen wurde oder der Betrieb bzw. das Unternehmen nicht mehr existiert.

Anscheinend wird der entsprechende Datensatz automatisch bearbeitet, sobald eine ausreichende Anzahl Meldungen dies bestätigt. Laut einem Google Sprecher (siehe Beitrag in der NYT), hat man das Problem erkannt und arbeitet an einer Lösung.  Zwischenzeitlich sollte man misstrauisch sein und nicht alles glauben, nur weil es im Web steht.

Vor Jahren noch, musste eine Webseite per DDOS (Distributed Denial Of Service) attackiert werden – heute genügt es, den lokalen Konkurrenten, im wahrsten Sinn des Wortes, von der Landkarte verschwinden zu lassen.

Denn wie das Sprichwort schon sagt „ Aus dem Auge, aus dem Sinn“ – wird durch ein Entfernen der Konkurrent geschädigt. Gleiches berichten auch betroffenen Shops im NYT-Artikel, die einen Umsatzrückgang zu beklagen hatten.
Primär leiden unter einer solchen Attacke natürlich Präsenz-Shops, die auf Kundenverkehr angewiesen sind. Aber wie erklärt man dem potentiellen Neukunden, der zu einem Beratungsgespräch kommt, weshalb die eigene Firma nicht mehr auf der Landkarte präsent ist (Nein, wir sind nicht insolvent – wir wurden nur angegriffen!).

Wichtig ist es daher, nicht nur immer nach vorne zu blicken und Backlinks sammeln, sondern auch periodisch den Ist-Zustand zu kontrollieren. Dies bedeutet z.B.:

  • Überprüfen, ob man korrekt bei den genutzten Services eingetragen ist (Anschrift, Dienstleistungsform etc.)
  • Verifizieren, was gängige (Security-)Reputationsservices über die eigen Web-Seite sagen (z.B. WOT, Norton SafeWeb etc.)
  • Checken, ob man in einem bekannten Feld Pluspunkte verliert (via Seitenreport)


Kontrolle bringt Sicherheit - und Sicherheit bringt Kunden!

Illustrationen: istockphoto® / ChrisHepburn, Google

Über den Autor

R. Dombach

Einstieg 1980 in das Berufsleben bei einem Elektro-/Elektronikkonzern. nach einigen Jahren als Operator erfolgte ein Wechsel in die wachsende Sparte der Computersicherheit.Seit 1987 mit Security befasst, Schwerpunkt Computerviren (JA - ich erlebte noch DOS-und Bootsektorviren). Entwurf und Programmierung von Schutzprogrammen (z.B. HASI) für DOS/Windows-Computer. Seit 1997 mehrheitlich in der Sicherheitsadministration tätig und beschäftigt mit dem Versuch, die breite Masse der Computeranwender für das Thema Sicherheit zu interessieren.Seit 2001 ein neuer Arbeitgeber, aber nach wie vor aktiv mit/für IT Security! 
www.secuteach.de

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  • 3 Kommentar(e)
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Muhi
Muhi
21. September 2011

Eine Benachrichtigung des Inhabers, wäre schon zuzumuten, durch Google. Als Inhaber, kann ich immer noch am besten, wie es um den Eintrag steht.

Stellan
Stellan
28. May 2013

Auf der einen Seite gibt sich Google Mühe, Webspam effektiv zu bekämpfen und feiert telweise auch Erfolge, aber auf der anderen Seite öffnen genau diesselben Maßnahmen Tür und Tor für schmerzhaften Betrug. "Von der Landkarte zu verschwinden", wie es Herr Dombach sehr schön und treffend formuliert hat, kann ein mittelständisches Unternehmen mit lokaler Ausrichtung nachhaltig schädigen. Hier sollte Google wirklich aktiv werden und seine Nutzer schützen - eine Benachrichtigung an den Inhaber wäre wirklich das Mindeste...

Rainer Ostendorf
Rainer Ostendorf
29. April 2013

Sehr geehrter Herr Dombach,vielen Dank für den interessanten Artikel und die vielen Tipps.Ich bin gerade dabei meine Webseite zu promoten und kann Tippswie die Ihren sehr gut gebrachen.Schöne Grüsse aus MünchenRainer Ostendorf

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